Lange war der Fortbestand der Flugplätze Bamberg und Coburg-Brandensteinsebene ungewiss. Als Ersatz ist ein Flugplatzneubau bei Neida in Planung. Dies scheint nun vom Tisch zu sein.

Stattdessen sollen die Flugplätze Bamberg und Coburg ertüchtigt werden. Ein Ausbau für den Instrumentenflugbetrieb ist in Planung, so Staatsminister für Sonderaufgaben Marcel Huber (CSU) am Dienstag (07.11.2017) in Bamberg. Flugzeuge sollen künftige nahezu Wetter unabhängig landen können. Diese Variante soll den Werksflugbetrieb im westlichen Oberfranken sichern. Unterstützung finden diese Pläne auch seitens der Stadt Bamberg.

Voraussetzung für den planbaren Geschäftsflugverkehr sei, dass beide Landebahnen für den Instrumentenflug ausgebaut werden. Auf dem bestehenden Coburger Flugplatz Brandensteinsebene können derzeit bereits kleinere Flugzeuge nach diesem Verfahren mit einer Ausnahmegenehmigung starten. In Bamberg an der Breitenau sollen später aufgrund der längeren Landebahn größere Flieger bis zu zehn Tonnen auch bei schlechtem Wetter abheben.

Seitens des Ministers wird für den Ausbau eine Förderung von 50 Prozent in Aussicht gestellt, maximal 15 Millionen Euro. Diese Summe entspricht der für den geplanten Neubau des Flugplatzes Meeder-Neida, welcher somit nicht mehr notwendig wäre. Laut Huber habe man vom Neubau-Projekt Abstand genommen. Massiver Widerstand aus der Bevölkerung und Naturschutzgründe sprächen dagegen. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, der Minister ist jedoch davon überzeugt das die „Kombi-Lösung“ für die beiden Flugplätze Bamberg und Coburg deutlich weniger Kosten werde.

Automobilzulieferer Brose, welcher seinen Hauptsitz in Bamberg hat, unterstützt das Vorhaben, um seinen Firmenjet von Bamberg aus nutzen zu können. Ein mögliches Instrumentenanflugverfahren ist von entsprechender Bedeutung, um unabhängiger vom Wetter fliegen zu können. Von Seiten der Firma gibt es Andeutungen ebenso wie der Freistaat und die Stadt Geld für dieses Projekt in die Hand zu nehmen.

Beim Luftamt Nordbayern liegt unterdessen noch kein Antrag zur Einführung von Instrumentenflugverkehr an den beiden Flugplätzen vor. Eine Genehmigung sei wohl möglich. In Bamberg wäre die Kürzung einen Stromleitungsmastes nötig, die Einzäunung des Flugplatzgeländes und der Bau einer Anflugbefeuerung.

Kritik an den Plänen kommt vom Bund Naturschutz. So sei es schon in der Vergangenheit zu Demonstrationen von Anwohnern gegen dern Ausbau des Flugplatzes gekommen.

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